Gratis-Vorlage
Kontenplan-Vorlage für Vereine
- Schlanker Kontenrahmen mit 23 Grundkonten, auf Vereine zugeschnitten
- Kommentarspalte, die erklärt, was auf welches Konto gehört
- Als Excel zum Anpassen und zum Ausdrucken für die Revision
Excel
Aktualisiert im Oktober 2026
Kontenplan für Vereine von vereinsfinanzen.ch: Die Tabelle zeigt 25 Konten in Aktiven, Passiven, Ertrag und Aufwand nach KMU-Nummerierung, jedes mit Verwendungszweck. Die kostenlose Excel-Vorlage enthält 23 Grundkonten. Beide orientieren sich am KMU-Kontenrahmen, stark gekürzt und um vereinsspezifische Konten wie Mitgliederbeiträge, Spenden und Anlässe ergänzt. Zwanzig bis dreissig Konten genügen den meisten Vereinen.
Der Kontenplan folgt der üblichen Schweizer Nummerierung. Wer sich daran hält, kann später problemlos auf eine Software oder zu einem Treuhänder wechseln.
| Nummernkreis | Bereich | Typische Konten im Verein |
|---|---|---|
| 1000 bis 1999 | Aktiven | Kasse, Postkonto, Bank, Forderungen aus Beiträgen, Material |
| 2000 bis 2999 | Passiven | Offene Rechnungen, transitorische Passiven, Rückstellungen, Vereinskapital |
| 3000 bis 3999 | Ertrag | Mitgliederbeiträge, Anlässe, Sponsoring, Spenden, Subventionen |
| 4000 bis 6999 | Aufwand | Material, Miete, Anlässe, Entschädigungen, Versicherungen, Verwaltung |
Statt eines abstrakten Rahmens hier ein vollständiger Plan, wie ihn ein mittelgrosser Verein mit Anlässen und etwas Material tatsächlich führen kann. Streicht, was ihr nie braucht, und ergänzt innerhalb desselben Nummernkreises.
| Nr. | Konto | Wofür |
|---|---|---|
| 1000 | Kasse | Bargeld, inklusive Festkasse |
| 1020 | Bank Kontokorrent | das Hauptkonto des Vereins |
| 1021 | Sparkonto | Reserven und zweckgebundene Mittel |
| 1100 | Forderungen aus Mitgliederbeiträgen | gestellte, noch offene Beiträge |
| 1300 | Aktive Rechnungsabgrenzung | im Voraus bezahlter Aufwand, etwa Versicherungsprämien |
| 1500 | Mobiliar und Material | nur bei nennenswertem Wert, sonst direkt als Aufwand |
| 2000 | Kreditoren | erhaltene, noch nicht bezahlte Rechnungen |
| 2300 | Passive Rechnungsabgrenzung | im Voraus erhaltene Beiträge, geschuldeter Aufwand |
| 2600 | Rückstellung Jubiläum | reservierte Mittel mit konkretem Zweck |
| 2800 | Vereinskapital | das Eigenkapital, Vortrag aus dem Vorjahr |
| 3000 | Mitgliederbeiträge | der wichtigste Ertragsposten |
| 3100 | Ertrag Anlässe | Eintritte, Festwirtschaft, Standgebühren |
| 3200 | Sponsoring | mit Gegenleistung, etwa Logo-Nennung |
| 3300 | Spenden | ohne Gegenleistung, von Sponsoring getrennt halten |
| 3400 | Subventionen und Gemeindebeiträge | öffentliche Beiträge, oft zweckgebunden |
| 3900 | Übriger Ertrag | Zinsen, Verkäufe, Einzelfälle |
| 4000 | Aufwand Anlässe | Einkauf, Miete, Bewilligungen, SUISA |
| 4200 | Material und Ausrüstung | Bälle, Noten, Werkzeug, Kleinanschaffungen |
| 5000 | Entschädigungen und Honorare | Trainer, Leitung, Dirigat |
| 5700 | Sozialversicherungsaufwand | AHV, IV, EO, ALV, UVG, BVG |
| 6000 | Raummiete | Halle, Lokal, Lager |
| 6300 | Versicherungen | Haftpflicht, Sachversicherung |
| 6500 | Verwaltung und Büro | Porto, Software, Bankspesen, Website |
| 6600 | Verbandsbeiträge | Abgaben an Dachverbände |
| 6900 | Übriger Aufwand | Einzelfälle ohne eigenes Konto |
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Die meisten Schweizer Vereine sind nicht im Handelsregister eingetragen und dürfen deshalb nach ZGB Art. 69a mit einer einfachen Rechnung über Einnahmen, Ausgaben und Vermögenslage arbeiten. Das heisst aber nicht, dass man ohne Struktur auskommt.
| Milchbüchleinrechnung | Doppelte Buchhaltung | |
|---|---|---|
| Kontenplan zwingend | nein | ja |
| Gliederung sinnvoll | ja, für Budgetvergleich und Revision | ja, gesetzlich vorgegeben |
| Nummernkreise nötig | nein, Kategorien genügen | ja |
| Aktiven und Passiven | nur Vermögensausweis am Jahresende | laufend geführte Bilanz |
| Typische Zahl der Positionen | 10 bis 15 | 20 bis 35 |
| Wechsel später möglich | ja, sofern die Kategorien den Nummernkreisen folgen |
Die häufigste Frage an der Vereinsversammlung lautet nicht, wie hoch der Gesamtaufwand war, sondern ob sich das Fest gelohnt hat. Beantworten lässt sich das nur, wenn Ertrag und Aufwand desselben Anlasses zusammengeführt werden können. Dafür gibt es zwei Wege:
Zeigt das Ergebnis anschliessend als eigene Zeile imKassenbericht. Ein Fest mit CHF 12 000 Ertrag und CHF 9 500 Aufwand sagt der Versammlung mehr als eine Zahl, die im Gesamtaufwand verschwindet.
Der grösste Nutzen entsteht durch Stetigkeit. Wer die Gliederung jedes Jahr ändert, kann weder mit dem Budget noch mit dem Vorjahr vergleichen. Legt den Kontenplan einmal sauber fest, dokumentiert in der Kommentarspalte, was auf welches Konto gehört, und übergebt ihn beim Kassierwechsel zusammen mit der Buchhaltung.
Wird eine Änderung trotzdem nötig, etwa weil eine neue Sparte dazukommt, dann ergänzt ihr am besten ein neues Konto, statt ein bestehendes umzudeuten. Haltet die Änderung mit Datum fest und erwähnt sie im Kassenbericht. Die Revision sieht dann auf einen Blick, warum sich der Vorjahresvergleich an dieser Stelle verschiebt.
Zwingend nur bei doppelter Buchhaltung. Aber auch bei der einfachen Rechnung lohnt sich eine feste Gliederung, weil sie den Vergleich mit Budget und Vorjahr überhaupt erst möglich macht.
Ja, er ist die übliche Grundlage. Für Vereine wird er aber stark gekürzt und um vereinsspezifische Konten ergänzt, etwa Mitgliederbeiträge, Spenden oder Anlässe.
Zwanzig bis dreissig genügen fast immer. Mehr Konten bedeuten mehr Zuordnungsfragen und keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn.
Die üblichen Schweizer Nummernkreise: 1000er für Aktiven, 2000er für Passiven, 3000er für Ertrag, 4000er bis 6000er für Aufwand. Wer sich daran hält, kann später ohne Umbau auf eine Software wechseln oder die Buchhaltung an einen Treuhänder übergeben.
Ja. Der Kontenrahmen ist kein Gesetz, sondern eine Konvention. Ergänzt innerhalb des richtigen Nummernkreises, was euer Verein wirklich braucht, und lasst weg, was ihr nie bebuchen werdet. Wichtig ist nur, dass die Gliederung über die Jahre gleich bleibt.
Über ein eigenes Ertragskonto pro Zweck. Bleiben die Mittel über den Jahreswechsel stehen, kommt zusätzlich ein Passivkonto dazu, etwa ein Fonds oder eine Rückstellung. So ist im Abschluss sichtbar, welcher Teil des Vermögens gebunden ist.
Bei ein bis zwei grossen Anlässen im Jahr lohnt es sich sehr: Erst mit je einem Ertrags- und einem Aufwandkonto seht ihr, ob sich das Fest gerechnet hat. Bei vielen kleinen Anlässen genügt ein Sammelkonto, sonst wird der Kontenplan unübersichtlich.
Er sollte sogar derselbe sein. Wenn Budget, laufende Buchhaltung und Jahresrechnung dieselbe Gliederung verwenden, entsteht der Ist-Soll-Vergleich von selbst. Abweichende Gliederungen sind der häufigste Grund, warum Vereine ihr Budget nicht auswerten können.
Redaktion vereinsfinanzen.ch
Zur Fachprüfung vorgesehen: Dr. Michele Imobersteg
Aktualisiert im Oktober 2026